Chronikauszug von Kaltenbach

Zwar gibt es im Zillertal Hinweise auf frühe Siedlungen durch Römer - was sich in einigen Ortsnamen bis in die heutige Zeit erhalten hat - doch dürfte der Ort Kaltenbach erst relativ spät besiedelt worden sein. Erstmals urkundlich erwähnt wurde er im Jahr 1150.

Der Erzbischof von Salzburg besaß im Zillertal nicht nur geistliche, sondern auch weltliche Macht, die auf verschiedenen Schenkungen von Land beruhte und schließlich solche Ausmaße annahm, daß vier Fünftel des Talgebietes und drei Viertel der Bevölkerung unter der Herrschaft des Erzbischofs standen. Kaltenbach wurde ein Richter zugeteilt, der die niedere Gerichtsbarkeit ausübte. Für schwere Verbrechen war das bis 1504 bayrische, dann tirolerische Landgericht Rattenberg zuständig.
1592 trat eine Änderung ein, die das Gericht Zell für alle Zillertaler Besitzungen (also auch Kaltenbach) des Salzburger Erzbischofs zuständig machte.
1803 hörte Salzburg als selbstständiges Reichsfürstentum zu bestehen auf, die bisherigen salzburgischen Besitzungen kamen zum Hause Habsburg-Österreich, und Zell wurde damit Sitz eines „erzherzöglich-churfürstlichen Gerichtes“. Nur wenige Jahre später machte Zell einige Änderungen durch, bis es 1816 ein „k. k. Landgericht II. Klasse“.
Ab 1849 wurde es „Bezirksgericht Zell“, 1938 bis 1945 „Amtsgericht Zell“ und seit 1945 wieder Bezirksgericht. Kaltenbach gehörte gerichtlich immer zu Zell und machte daher alle diese Veränderungen mit.

Im Gegensatz zur Staatsgrenze, die immer wieder auf die linke Talseite herüberreichte, war der Ziller stets die Diözesangrenze. Kaltenbach gehörte zur Pfarre Fügen, und diese wiederum zur Diözese Brixen, die ab 1964 in Innsbruck eine Filiale hatte. Mit einer zehnjährigen Unterbrechung zwischen 1807 und 1817, während dieser Kaltenbach der Pfarre Zell zugeteilt wurde, war der Ort stets an die Pfarre Ried angegliedert.

Die verkehrsmäßige Erschließung des Zillertals fand im Jahr 1848 ihre ausdrückliche Erwähnung. Der Ausbau der Straße wurde seitdem ständig vorangetrieben. Im Jahre 1898 wurde die Zillertalbahn AG gegründet, und drei Jahre später führte der Schienenstrang bereits nach Zell.

Schulkinder mussten bis 1955 die Volksschule in Ried besuchen, bevor in Kaltenbach eine eigene Volksschule errichtet wurde. In diesem Gebäude befanden und befinden sich bis heute auch Räumlichkeiten für den Kindergarten und die Gemeindeverwaltung.

1976 wurde der Gemeinde Kaltenbach der Wappenbrief verliehen.

 

Die Öltrager

Ein interessantes Dokument ist die Geschichte der Öltrager des Zillertales von Pfarrer Karl Mair, Uderns (1933).

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