Partnergemeinde Neusiedl an der Zaya (NÖ)

wappen neusiedlDie Partnerschaft der beiden Gemeinden Kaltenbach (T) und Neusiedl an der Zaya (NÖ) wurde am 24. Juni 1984 durch die beiden Bürgermeister Hans Scheffauer und Matthias Bierbaum, nach vorheriger Beschlussfassung durch die beiden Gemeinderäte besiegelt. Der damalige Bürgermeister von Neusiedl und Präsident der Landeslandwirtschaftskammer Niederösterreichs, ÖR Matthias Bierbaum, war geschäftlich mit Josef "Pepi" Empl eng in Verbindung, und verbrachte mit seiner Familie immer wieder Urlaubstage in Kaltenbach. Eine lebenslage Freundschaft beider Familien entstand daraus.

Die Marktgemeinde Neusiedl an der Zaya beheimatet heute ca. 1250 Einwohner, und liegt auf 165 m Seehöhe am nördlichen Rande des Bezirkes Gänserndorf. Die Gemeinde wurde lange Zeit von der Landwirtschaft geprägt, Wein und Brot standen im Vordergrund. Am 30. August 1930 änderte sich dieser Zustand aber schlagartig. Am südlichen Hang des Steinberges wurde zum ersten Mal aus österreichischem Boden Erdöl gefördert. Der Ort wurde schlagartig als "Wiege des Erdöls" bekannt! Keith van Sickle, in der rumänischen Erdölprovinz Ploesti geboren und aufgewachsen, trieb die Förderung des "Schwarzen Goldes" im Raum Neusiedl voran. Eine wahre Flut von fremden Menschen drang in die bäuerlich geprägte Gemeinde ein, neben den Bohrmännern aus Neusiedl gab es eine große Zahl von Gastarbeitern aus halb Europa. Aus den Ölfeldern um Neusiedl betrug die höchste Jahresförderung mehr als 800.000 Tonnen, sie wurde aus rund 470 Bohrungen erreicht, und die Gemeinde provitierte natürlich davon. Ein großer Teil der österreichischen Kriegsschulden nach dem zweiten Weltkrieg an die Russen, wurde durch das Neusiedler Erdöl abgegolten. Straßen und Kanalanlagen wurden gebaut, und jeder Haushalt bekam einen Gasanschluss. Neue Schulen und der Kindergarten wurden errichtet, Sport- und Tennisplätze, Radwege, ein modernes Freibad und ein Hallenbad mit Sauna bilden das Freizeitangebot der Gemeinde. Auch ein Skilift am Nordhang des Steinberges wurde für die Kinder errichtet.

Heute sind lediglich die alten Gittertürme auf den Ölfeldern Zeugen des Ölbooms. Duch die wirtschaftliche Veränderung kehrte wieder Ruhe in die Gemeinde ein und die Bauern haben ihren wertvollen Ackerboden zurückbekommen. Dort wo einst Fördertürme standen, wurden wieder Weingärten angelegt. Unter der Erde drehen sich heute nicht mehr die Bohrer der Ölsucher, sondern die Kostgläser der Neusiedler Weinbauern in ihren Weinkellern. Wenn die Zeit zu Verkostung der hervorragenden Weinvierteler DAC Weiß- und Rotweine gekommen ist, laden Heurigen- und Gastwirte in der Umgebung zum Verweilen ein.

Die Bewohner und die Gemeindeväter der Marktgemeinde Neusiedl an der Zaya haben diese wirtschaftlich boomende Erdölzeit nicht vergessen. Durch die Aufnahmen der gekreuzten Hämmer in das Gemeindewappen bleiben die Erdlöpioniere für immer in Erinnerung. Dieses Wappen verbindet Neusiedl an der Zaya mit dem gesamten Bezirk Gänserndorf, da es durch die darin enthaltenen Symbole "Wein, Öl, Brot" die Wirtschaftszweige des Bezirkes widerspiegelt.

In beiden Gemeinden werden in wiederkehrenden Abständen, mit der Einbeziehung der örtlichen Vereine und gegenseitigen Besuchen, Partnerschaftsfeiern abgehalten, damit dieser Kulturaustausch auch lebt! Auch persönliche Freundschaften sind "hüben" wie "drüben" zwischenzeitlich gewachsen und werden laufend gepflegt!

Homepage: www.neusiedl-zaya.gv.at

 

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